reflections

Die Witwenverbrennung

Auch Sati genannt. Sati wurde erstmals 510 n. Chr. nachgewiesen. Als ihn die Briten 1828 verboten, verlor sich dieser Brauch schnell.
Niccoló de Conti, der zwischen 1414 und 1439 den gesamten Orien bereiste, beschrieb eine Wiwenverbrennung so:
"Sie nehmen Frauen unter der Bedingung, daß diese mit ihren Tode das Leichenbegräbnis schmücken, was keine geringe Ehre ist. Der Tote wird in einen ausgeschmückten Raum gebracht,und über ihr errichtet man einen Scheiterhaufen aus wohlriechendem Holz. Dieser wird angezündet; die Frau ist heiter inmitten der Posaunen, Trompeten und gesänge, wie es sich für sie schickt beim singen um das Feuer herum in zahlreicher Gesellschaft. Beim Scheiterhaufen steht ein Priester, der viele Dinge sagt über die Verachtung des Lebens und über den Tod (er verspricht, daß mehr Freuden und mehr Reichtümer sie nach dem Tode mit dem Gatten erwarten), und in dieser Weise stärkt er sie. Nachdem sie mehrmals den Scheiterhaufen umschritten hat, entkleidet sie sich, wäscht sich, legt ein weißes Gewand an und springt, von dem Priester dazu ermutigt, ins Feuer. Wenn einige ängstlicher sind, weil sie schon andere sahen, die sich von Schnerzen im Feuer schwanden, werden sie mit Gewalt den Flammen übergeben."

6.9.06 14:50

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