reflections

Darwin und Darwinismmus

Darwin

Geb.: 12.2.1809 in Shrewsbury(England)
Gest.: 19.4.1882 in Down House (London-Bromley)


Charles Robert Darwin gehört mit zu den bedeutesten englischen Gelehrten. Ein Verdienst besteht darin, dass er als Erster versuchte, wissenschaftlich zu deuten, wie sich die Lebewesen unserer Erse entwickelt haben und welche Ursachen dabei entscheidend gewesen sein könnten. Dabei beschränkte er sich auf rein wissenschaftliche Vorgänge.
Im Alter von 16 Jahren begann er sein Medizinstudium an der Universität von Edinburgh, dass er aber nach zwei Jahren auf Wunsch seines Vaters wieder abbrach, um an der Universität Cambridge Theologie zu studieren. Er blieb dort bis zum Studienabschluss, obwohl dieses Fach nicht seiner Neigung entsprach. Zu diesem Zeitpunkt war er 22 Jahre alt.
Deshalb besuchte er oft naturwissenschaftliche Lehrveranstaltungen und widmete er sich eigentlichen Interessen, der Biologie und der Geologie. Auf einer dieser Veranstaltungen erhielt er die Einladung zu einer Forschungsexpedition (mit dem Segelschiff Beagle).
Die Fahrt begann am 27.12.1831 von Plymouth und führte auch zu den Galapagoinseln, wo Darwin die Finkenvögel von dort auffielen, da sie sichtlich nicht derselben Art angehörten. Die Expedition (die eigentlich zwei Jahre dauern sollte) wurde zu einer Weltumseglung, die fünf Jahre dauerte. Wahrend der Expedition hatte Darwin aufgrund vieler Beobachtungen (versteinerungsfunde und der Zustand er angetroffenen Lebewesen) die Idee einer Evolution, die mit der Auswertung seines reichen wissenschaftlichen Materials immer mehr Gestalt annahm. Im Jahre 1859 wurde die Kurzform von Darwins Hauptwerk „on the origin of species by means of natural selection“ („Über den Ursprung der Arten durch natürliche Selektion“, auch kurz „die Entstehung der Arten“ betitelt) veröffentlicht. Dieses Buch war bereits am ersten Tag seines Erscheinens vergriffen. Kurz nacheinander erschienen sechs Auflagen dieses Buches.
Die Reaktionen auf sein Werk waren kritisch. Vor allem von der Kirche kam viel Kritik, die bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts anhielt. Aber nach der Wiederentdeckung der Menschlichen Genetik wurde der Boden für den Darwinismus geebnet.
Den Rest seines Lebens verbrachte Darwin damit, verschiedene Details aus dem „origin“ zu verbessern und Beispiele dafür zu finden.
Er schrieb weitere Werke, wie „The variation of Animals and Plants under Domestication (1868), „The Descent of Man” (1871) und “The Expression of the Emotions in Animals and Man” (1872).
Nach seinem Tod wurde Darwin in der Grablade der englischen Könige, der Londoner Westminster Abbey beigesetzt.
Bis heute zeigt sich noch, wie umstritten Darwins Theorien waren. Beispiele dafür sind unter anderem, dass in einer Reihe von Bundesstaaten der USA das Lehren seiner Erkenntnisse, z.B. an Schulen unerwünscht bzw. verboten ist. Dort wird stattdessen gelehrt, dass die Erde mit all ihrer Lebewesen vor etwa 6000 Jahren in einem Schöpfungsakt von Gott erschaffen wurden.

1 Kommentar 5.9.06 15:36, kommentieren

Darwinismus

Darwinismus

Darwin ging davon aus, dass eine Evolution stattfand, das bedeutet, dass die heute lebenden Arten nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt gemeinsam geschaffen wurden. Darwin deutete die abgestuften Ähnlichkeiten zwischen den Organismen als Beleg für eine gemeinsame Abstammung (Deszendenz).
Darwin ging davon aus, dass im Lauf der Zeit Wesen entstanden, die es vorher noch nicht gab.
Für Darwin war die Selektion der Hauptmechanismus, der eine Evolution, wie er sie sich vorstellte, ermöglichte.
Darwins Theorien entwickelten sich vor allem auf seiner Forschungsreise um die Welt. Dabei spielten Besuche auf den Galapagoinseln und den Falklandinseln große Rollen, da er dort viele gleicher Art, die aber dennoch verschieden waren, entdeckte. Darwin ging davon aus, dass „die Struktur eines jeden organischen Gebildes auf die wesentlichste, aber oft verborgene Weise zu der aller anderen organischen Wesen in Beziehung steht, mit welchen es in Concurrenz um Nahrung oder Wohnung kommt, oder vor welchen er zu fliehen hat, oder von welchen es lebt.“ (Darwin, 1988)
Seine Abstammungslehre sagt darüber hinaus aus, dass sich alles Leben auf der Erde auseinander entwickelt hat und außer eine geneologische Verwandtschaft aller Lebewesen untereinander gibt.
Für ihn ist die natürliche Auswahl (Selektion) der wichtigste Punkt für die Entwicklung der Arten. Er meint, da die Zahl der Nachkommen immer größer sei, als für der Fortbestand nötig, würden in dem Konkurrenzkampf, der sich daraus entwickelt, nur die bestehen, die sich der Umwelt am besten angepasst hätten. Er meint, dieser „Kampf ums Dasein“ und die „Veränderlichkeit der Organismen wären die wichtigsten Vorraussetzungen für die Wandelungen, die die Lebewesen im Laufe von Millionen von Jahren gemacht hätten. Die sich ständig ändernde Umwelt sondert die Lebensformen aus, die nicht lebenstüchtig sind, nur die lebenstüchtigen Formen bleiben erhalten und geben seine angepassten Eigenschaften an die nächste Generation weiter, wo sich dann die Auslese und Vererbung wiederholt.
Mit seinem Buch „Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl“ übertrug Darwin selbst diese Thesen bereits teilweise auf den Menschen.

5.9.06 15:36, kommentieren



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